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Rückblick auf das Angeljahr 2018

Liebe Angelfreundinnen, liebe Angelfreunde,

wieder geht ein Jahr zu Ende und es ist Zeit ein wenig inne zu halten von der Hektik des Alltages und sich auf das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel zu freuen. Für den Kreis-Angelfischereiverband Ilmenau war das Jahr 2018 mit der Wahl des neuen Vorstandes am 20. April ein Jahr des Neuanfangs. Rückblickend auf das erste Dreivierteljahr meiner Amtszeit als neuer Vorsitzender des KAFV Ilmenau haben wir schon einiges von dem erreicht, was wir uns gemeinsam vorgenommen haben. Dafür gilt zuallererst mein Dank meinen Mitstreitern im alten und neuen Vorstand, Norbert Schulze, Mario Langenhan, Peter Spieß, Heiko Gumpert, Holger Hartmann und Bernd Riese.

Das Wichtigste zuerst. Den Pachtvertrag für die Ilm konnten wir planmäßig und den für die Talsperre Heyda vorfristig verlängern. Damit haben wir Rechtssicherheit, dass Ihr in diesen beiden attraktiven Gewässern unseres Kreisverbandes bis 2032 angeln könnt, und das zu absolut sozialverträglichen Preisen. 

Das Jahr 2018 mit seinem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer wird uns aber auch noch aus einem anderen Grund in Erinnerung bleiben. Bereits im Juli hatte die Ilm so wenig Wasser, dass ich selbst die Forellen dort in Ruhe gelassen habe. Umso erstaunter aber auch erfreut konnten wir beim Monitoringfischen am 4. Oktober feststellen, dass die Fischbestände in der Ilm die Trockenheit gut überstanden haben. Mit den für das kommende Jahr ohnehin geplanten Besatzmaßnahmen werdet Ihr auch 2019 in der Ilm wieder gute Fische fangen können. An der Talsperre Heyda machte uns der ständig fallende Pegelstand größte Sorgen um die Fischbestände. Die Zeit bis Ende September bedeutete für mich reines Krisenmanagement. Der rasch fallende Pegel führte in den Flachwasserzonen dazu, dass die Teichmuscheln – eine geschützte Art - zu Hunderten verendeten. Auch der Einsatz von vielen Anglern und der Fischereiaufsicht, die viele der Tiere in tieferes Wasser verbrachten, konnte das leider nicht verhindern. Mehr als die Hälfte des FFH-Gebietes in der Stauwurzel der Talsperre – für das eigentlich ein Verschlechterungsverbot der EU gilt – war nicht mehr von Wasser bedeckt. Nahezu die gesamte Unterwasservegetation, wichtig für die Sauerstoffreproduktion im Gewässer – vertrocknete. Endlich, nach Einschalten unseres Landtagsabgeordneten, Andreas Bühl, mit einer kleinen Anfrage im Thüringer Landtag zur Situation an der Talsperre Heyda und nachdem das Fernsehen auf eine mögliche Katastrophe aufmerksam gemacht wurde, reduzierte die Thüringer Fernwasserversorgung am 28. September die Ablassmengen auf die Mindestabgabe. Uns bleibt nur zu hoffen, dass unsere Fischbestände gut über den Winter kommen. Die Gefahr ist aber noch nicht endgültig gebannt. Erfreuliches Fazit aus heutiger Sicht, inzwischen gibt es ein Gesprächsangebot der Thüringer Fernwasserversorgung zum Thema der zukünftigen ‚fischereilichen Bewirtschaftung der Talsperre Heyda‘ noch in diesem Jahr. Ich hätte mir gewünscht, dass ein solcher Dialog eher stattgefunden hätte. Aber spät ist besser als nie. Und es ist allemal besser miteinander als übereinander zur reden. 

Was war noch wichtig in den letzten 8 Monaten? Die Verbesserung der Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt, eines meiner zentralen Anliegen. In mehreren Treffen mit Herrn Mehm haben wir unsere Gedanken und Ansichten ausgetauscht und versucht, gemeinsame Ziele zu finden. Ein erstes Ergebnis ist die neue Ordnung für die Bootbenutzung bei der Ausübung der Angelfischerei an der Talsperre Heyda, zu finden auf unserer Webseite. Im nächsten Jahr darf jeder Angler mit einem Erlaubnisschein für die Talsperre Heyda unter Beachtung der Regularien mit einem Boot seinen Angelplatz erreichen. 

Dass wir Angler es sind, die mehrmals im Jahr den Müll an der Talsperre Heyda beseitigen, findet inzwischen auch die Anerkennung der Behörden. Das durfte ich zur Kenntnis nehmen bei einer der Beratungen des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft für das Flurbereinigungsverfahren für die Talsperre Heyda. In diesem Gremium haben wir inzwischen auch eine Stimme. Auch in diesem Jahr sind durch unsere Mitglieder wieder mehr als 400 Arbeitsstunden bei der Reinhaltung der Gewässer geleistet worden. Dank an alle die dabei mitgemacht haben. 

Zwei Wettkampfveranstaltungen im Casting, das 21. Ilmenauer Winterturnier im März und den 22 KAFV-Pokal im September, sowie dem Hegefischen auf Blei im Juni und das gemeinsame KAFV Kinder- und Jugendangeln im September sind durch unseren Bernd Riese organisiert worden. Erfreulich, dass in diesem Jahr besonders das Kinder- und Jugendangeln sehr gut besucht war. Unseren Einfluss im Gewässerfond des VANT konnten wir weiter ausbauen. Letztlich bringen wir mit der Talsperre Heyda eines der produktivsten und am meisten beangelten Gewässer in den Gwf ein. 2017 sind 2.427 kg Fisch aus der Talsperre Heyda entnommen worden. 

Insgesamt können wir auf ein erfolgreiches Jahr 2018 im KAFV Ilmenau zurückblicken. Bedanken möchte ich mich auch im Namen meines gesamten Vorstandes bei allen Mitgliedsvereinen für die gute Zusammenarbeit. Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünsche ich euch allen, euren Familien und Angehörigen frohe und besinnliche Stunden. Für das neue Jahr 2019 wünsche ich euch vor allem Gesund, Glück Schaffenskraft und Erfolg und natürlich allzeit ein kräftiges Petri Heil!

Siegfried Pause
1. Vorsitzender
KAFV Ilmenau

Achtung! Angler an der Talsperre Heyda!

Informiert Euch bitte über eine neue Bootsordnung innerhalb des KAFV Ilmenau, die ihr hier auf unserer Homepage findet. Auch in den „Besonderen Bedingungen für die Beangelung der Talsperre Heyda ab 2019“ sind Einzelheiten beschrieben.

Liebe Angelfreunde der Talsperre Heyda!

Die Auswertung der Ereignisse mit den Silberkarpfen (Sik) im Winter 2012/13 und im folgenden Frühjahr hat ergeben, dass noch etwa 4000 lebende Sik in der Talsperre Heyda sein müssen. Es kann also bei einem ungünstigen Verlauf des Winters passieren, dass diese wieder in einen Zustand geraten, den sie nicht überleben werden. Je eher wir das merken, umso schneller können wir reagieren und mit den Folgen fertig werden. In einem "Managementplan Sik" wird alles festgelegt, was wann zu tun ist, wer unsere Partner sind und wer aus unseren Reihen bestimmte Aufgaben übernehmen kann.
Dieser Plan beginnt mit dem folgenden Aufruf an alle Angler, die sich auch im Winter und zeitigem Frühjahr an der Talsperre Heyda aufhalten, aufmerksam das Geschehen im und am Wasser zu beobachten und uns darüber zu berichten. Aber bitte keine Panik machen, nicht selbst irgend welche leichtsinnigen Handlungen vornehmen; nur uns benachrichtigen!
Im Moment besteht noch kein Grund zur Sorge, aber Wachsamkeit hat noch nie geschadet und bringt uns und der Talsperre Heyda nur Vorteile.

Mit freundlichen Grüßen und Petri Heil!

Der Vorstand

 

Ergänzung für den Winter 2018/19: 

Wegen des extrem niedrigen Wasserstandes ist in diesem Winter und auch im zeitigen Frühjahr der gesamte Fischbestand der Talsperre Heyda gefährdet und nicht nur der Bestand an Silberkarpfen. Was in unserer Macht als Fischereipächter ist, werden wir auch tun, da wir darauf vorbereitet sind.

Informationen für die Angler an der Talsperre Heyda!

Am 27.07.2012 wurde auf Beschluss des Vorstandes des KAFV Ilmenau das "Team Welsangeln" für die Talsperre Heyda gegründet. Einzelheiten über die Aufgaben und Ziele dieser Hegemaßnahme findet Ihr hier; auch die geänderte Strategie für das Jahr 2015 und erste Erfolge!

Nach den Erfolgen und Erkenntnissen beim Welsangeln des Jahres 2015 wird es auch 2016 das "Team Welsangeln" als Hegemaßnahme geben. Das Team hat inzwischen wieder 12 Mitglieder. Es wird versuchen, zu weiteren Erkenntnissen zu kommen, um den Welsbestand mit akzeptablen Zeitaufwand erfolgreich zu beangeln und damit zu verringern. Mit der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Fischereibehörde wird versucht, Kompromisse für das Welsangeln im südlichen Teil der Talsperre Heyda zu finden.

Das Team Welsangeln wird 2017 aus 10 Mitgliedern bestehen und mit den Erfahrungen der letzten 2 Jahre versuchen, den Welsbestand aus hegerischen Gründen zu verringern. Dazu brauchen wir eine Ergänzung der Nebenabreden des Fischereipachtvertrages und eine möglichst baldige Verabschiedung der geplanten neuen ThürFischAVO.

Für das Jahr 2018 wird sich das Team Welsangeln aus Zeitgründen auf 9 Mitglieder verringern; ein Angelfreund scheidet ganz aus; ein anderer für ein Jahr; dafür kommt wahrscheinlich ein neuer Welsangler dazu. Die Regeln werden aus den Erkenntnissen heraus überarbeitet. 2017 wurden vom Team Welsangeln 4 große Welse von 1,77 m – 1,89 m und einem Gesamtgewicht von 180 Kg gefangen und aus der Talsperre entnommen.

Auch 2018 haben die „Spezialisten“ des Teams schon im April Erfolg gehabt und weitere 4 große Welse in der Talsperre Heyda gefangen und entnommen. Einer der beiden Welse auf dem Bild hatte eine Länge von 2,05 m.

Wettkampfergebnisse

Die Auswertungen der Veranstaltungen des KAFV findet Ihr hier.

Liebe Angelfreunde

Es hat sich bewährt, dass sich einige unser Mitgliedsvereine mit ihren Ansprechpartnern und E-Mail-Adressen in eine Liste eingetragen haben, so dass sich Interessenten an einer Mitgliedschaft gleich an die Vereine wenden können, in die sie eventuell eintreten wollen.

Für den Eintrag in eine solche Liste werden von den Mitgliedsvereinen des KAFV Ilmenau eine schriftliche Einverständniserklärung sowie die Daten des Ansprechpartners und ein eventueller Link benötigt. Die Vereine, die in diese Liste aufgenommen werden wollen, können sich mit den entsprechenden Daten und der Erklärung per E-Mail an Mario.Langenhan(at)kafv-ilmenau.de wenden.

Nachtrag zu den Arbeitseinsätzen im April und Oktober in der Ilm und an der Talsperre Heyda